Sonntag, 26. Mai 2013

Kompostseminar

Das Thema "wie mache ich richtigen Kompost" hat mich schon immer interessiert und somit habe ich mich bei  Arche Noah in Schiltern zu einem Kompostseminar angemeldet. Rudolf Hoheneder hat uns zuerst versucht die Theorie zu vermitteln. Im zweiten Teil haben wir in der Praxis einen Komposthaufen angelegt. Am Anfang dachte ich, das versteh` ich nie: wichtig wäre das richtige C (Kohlenstoff) - N (Stickstoff)-Verhältnis, die richtige Feuchte, die richtige Temperatur, es darf nicht faulen, sondern verrotten usw. Erst als wir dann wirklich einen Komposthaufen angelegt haben, verstand ich worauf es ankommt. Und nachdem viele Bloggerinnen auch sehr gerne garteln, gebe ich euch meine Erkenntnisse gerne weiter.  
Das, was wahrscheinlich die meisten machen: einfach alles irgendwie - wie es gerade daherkommt - in das hinterste Eck im Garten schmeißen und ein paar Jahre warten.

 
Es wird zwar auch irgendwann Erde, aber keine wirklich gute Komposterde mit stabilen Verbindungen, die bei Regen nicht sofort ausgewaschen wird, sondern die Nährstoffe langsam an die Pflanzen abgeben kann. Es kommt darauf an, diese stabilen Verbindungen zu erzeugen.
Es kostet zwar etwas mehr Zeit, aber ich denke es lohnt sich, denn mit dieser Technik hat man laufend innerhalb von 2-3 Monaten gute Komposterde, die man im Garten wieder einbringen kann.
 
Man startet mit grob zerkleinerten Hölzchen, trockenen Gräsern, Fasern, sodass von unten Luft rein kann und bedecke sie etwas mit bestehender Erde.
 
 
Darüber dann Küchenabfälle und
zwischendurch immer mit gelöschtem Kalk (gegen Fäulnis) und Urgesteinsmehl (am besten Basaltmehl) "würzen".
 
 
dazwischen immer wieder ein bißl alte Komposterde mischen (impfen)
 
 
dann kann man eine Schicht Grasschnitt geben, am besten wenn er etwas angetrocknet ist, eventuell mit Stroh oder getrocknetem Miskantusgras (=Schilfart) mischen, denn große Beigaben von frischen Grasschnitt würden sofort faulen
 
 
dann wieder ein bißl Erde und "würzen" mit Urgesteinsmehl und gelöschtem Kalk
 
 
und zwischendurch immer etwas gießen
 
 
Hier seht ihr im Hintergrund den vor einer Woche angelegten Komposthaufen, den wir dann gedreht haben und weitere Abfälle eingearbeitet haben. Dieser hatte schon nach einer Woche im Inneren die richtige Temperatur von 35° - 40°, die wir mit der Hand erfühlen konnten.
 
 
dann kam noch eine Schicht Küchenabfall mit "Würze" dazu
 
 
Und hier haben wir den ersten Komposthaufen alle gemeinsam umgedreht, das sehr wichtig ist und wieder neue Dinge eingearbeitet und dazwischen immer wieder ein bißl eingegossen.
 
 
 
Ideal wäre es auch Stallmist einzuarbeiten (Kühe, Pferde, Hühner).
 
Und das alles habe ich dann heute bei uns im Garten sofort ausprobiert, denn ich möchte keine Zeit verlieren und schon im Sommer frischen guten Kompost haben. Keinen unfertigen, halbverrotteten wie bisher, denn das zieht nämlich noch dazu die Schecken an, diese lieben den Duft von halbverrottetem Kompost!!!
 
Somit bin ich zu meinem Lieblingsbauern ins Irenental gefahren und habe einen Ballen Stroh gekauft und eine Fuhre Kuhmist durfte ich auch noch mitnehmen.
 
 
Uns so schaut nun mein erster, richtig angelegter Komposthaufen aus.
Er wird noch mit luft- und wasserdurchlässiger Folie abgedeckt und nach einer Woche gedreht und weitere Sachen eingearbeitet. 

 
Jetzt muss ich mich ein wenig erholen, dann wird noch ein zweiter Komposthaufen angelegt.
 
Die verschiedenen Materialien werden getrennt gesammelt, um sie dann regelmäßig einzuarbeiten.
Die Küchenabfälle immer mit etwas Erde mischen, so entsteht keine Fäulnis und auf einem Platz sammeln (so z.B. auch über den Winter) um sie im Frühling dann einzuarbeiten.
 
Viel Spaß beim Garteln !
Mona
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Montag, 20. Mai 2013

Neues Nadeltäschchen in redwork-Stickerei

Ich weiß nicht, wie es euch ergeht, aber ich komm fast nicht zum Nähen. Das Wetter ist einfach zu schön und wenn man abends mal nett im Garten sitzen möchte, so muss man die freie Zeit davor ins "Garteln" investieren. Ich sage extra nicht "Gartenarbeit", denn eigentlich macht es ja Spaß - meistens jedenfalls - außer, wenn so wie wir heute die vom Buchsbaumzünsler angefressenen Buchsbäume entfernen mussten. Ich will nicht mit zu viel Gift im Garten hantieren und somit wurden die kranken Buchsbäume gestern abends in einem romantischen Lagerfeuer entsorgt.
 

Vor einiger Zeit habe ich von einer lieben Kollegin ein ganzes Konvolut an Garnen, Stricknadeln, alten Handarbeitsheften usw. bekommen, die sie aussortiert hat. Unter anderem fand ich eine Anleitung für ein zu stickendes Nadeletui, ein paar Stiche bereits begonnen als redwork. Und das habe ich in den letzten Wochen fertig gestellt und es ist wirklich süß geworden. Ich hatte die Teile immer in der Handtasche mit und habe während der täglichen Zugfahrten daran gestickt. Es war zwar wieder mal eine Geduldsprobe für mich, denn es dauert schon so seine Zeit bis man was sieht.....aber es hat sich gelohnt ! 




Zeigen möchte ich euch noch ein paar nette Bilder vom Frühlingsfest und Jungpflanzenmarkt der Arche Noah in Schiltern in Niederösterreich.

 
Für mich ist der Markt ein Fixpunkt jedes Jahr, denn man findet Pflanzenraritäten
 bekommt Tipps von Profis und viele leckere Dinge laden zum Naschen ein. 



Sogar Nachschub fürs Nähen und Stricken hätte es gegeben. 
Einen lustigen Sprenklerverschluss für Einwegflaschen habe ich gefunden. Damit kann man die jungen Pflänzchen jederzeit griffbereit mit Wasser versorgen. Mit diesem ungewöhnlichem Stück um 1,20 EUR habe ich schon einige meiner Gartenfreunde überrascht.


 
Ich wünsche euch allen einen guten Wochenenstart
 
Mona

Donnerstag, 2. Mai 2013

mein Frühjahrskurs in Berlin

Wie jedes Jahr habe ich auch heuer im Frühjahr wieder einen Kurs bei Susann in Christiane`s Patchworkladen in Berlin besucht. Es waren zwei volle Tage von 10h - 20h. Susann plant Doppelkurse wenn ich in Berlin bin und so kann ich voll drauf los nähen. Vielen Dank, meine Liebe! Und so bin ich es auch angegangen, aus dem Stress raus im Job - im gleichen Tempo hinein in den Kurs. Ich habe mir BOM 2013 von Susann ausgesucht, nach der paper-piecing Methode. Und jeder der diese Technik schon ausprobiert hat, weiß, dass das nicht so schnell dahin geht. Nach den ersten Teilchen habe ich mir gedacht: ....das ist nichts für mich, da geht ja gar nix weiter, das dauert ja ewig.....;-). Dann musste ich lachen als mir plötzlich bewusst wurde, da geht's nicht um "so schnell als möglich am Ziel zu sein" sondern darum, ganz dabei zu sein, was ich gerade mache, das ist doch mein Hobby...und dann begann ich die Entstehung der Häußchen erst richtig zu genießen. Ob ein ganzer Quilt draus wird oder doch ein kleinerer Wandbehang, werde ich noch entscheiden.


Susann bereitet auch immer so leckere Snacks für Zwischendurch vor. Man sieht, dass es allen schmeckt und ur gemütlich ist.

 
Was noch so entstanden ist:
 
 
Lustige Scherentäschchen

 
Meine Tochter nähte für ihre Freundinnen Kosmetiktäschchen
 
 
Susann und ich beschlossen, dass wir im Herbst auch wieder in Wien 2 Kurse veranstalten wollen.
Geplant ist das Wochenende 20.-22.September 2013
Wer sich jetzt schon gerne anmelden möchte -> bitte Info an mich
bei den Treffen der PW-Gruppe Wien, per mail oder als Kommentar
 
Lieben Gruß
Mona