Artikel für unsere Ausgabe in der Gildezeitschrift in Österreich
…mit
einer Reise mit dem Wohnmobil!
Das
besonders Schöne für eine Patchworkinfiszierte am Reisen mit dem Wohnmobil ist
die Tatsache, wenn MANN die längeren Autobahnpassagen als Fahrer übernimmt,
kann FRAU vorschriftsgemäß angeschnallt am Tischchen hinter dem Fahrer
entspannt dem Quilten nachgehen. Und
somit gehen keine kostbaren Stunden verloren, die FRAU ja fürs Handquilten
braucht.
Der
erste Patchworkhaltepunkt war im schönen Bayern in der Nähe von
München/Ingolstadt in Wolkertshofen bei Simone Streicher - in „Simis Atelier“.
Frau
Streicher betreibt seit 10 Jahren ihr Atelier. Die ausgebildete
Textil-Designerin hat im Gästezimmer ihres Hauses begonnen ihr Geschäft suczessive
auszubauen, bis zum eigenen Laden neben ihrem Wohnhaus.
Das
Geschäft verfügt über einen absolut süß und geschmackvoll gestalteten
Verkaufsraum im Erdgeschoß. Darüber im 1. Stock befindet sich die Nähwerkstatt,
wo auch Kurse abgehalten werden können. Wenn man seine Blicke durch den
Verkaufsraum über die verschiedenen Stoffballen schweifen lässt, erkennt man
sofort die Leidenschaft und den guten Geschmack von Simone Streicher bei der
Auswahl ihrer Kollektion.
Die
Auswahl und die vorgeschlagenen Kombinationen der Stoffe sind sensationell. Ich
behaupte man erkennt genau ihren persönlichen Stil - „Simi`s Style“.

Naja
– 100% seiner Träume wird man ja fast nie erreichen……
Schauen
Sie doch mal persönlich vorbei,wenn Sie
in der Gegend von München sind.
Weiter
ging unsere Reise an die Nord- und Ostsee.
Fahrziel
ins Navi eingegeben, liebevoller Partner übernimmt die Fahrt, ab und zu ein
Kontrollblick von hinten hinaus, aber sonst in Konzentration auf die Näharbeit
– das ist einfach wunderschön !
Das
Kennenlernen von kleinen Städten ist ebenso ein Vorteil Wohnmobilreisenderals auch die Möglichkeit eben während des Fahrens zu quilten.
Beim Spazieren durch Städte wie Husum oder Plön entdeckt man auch wieder das eine oder andere nette Handarbeitsgeschäft. Und immer muss ein ausgefallenes Stück Stoff mit.
In der Stadt Schleswig im Landesmuseum Schloss Gotdorf findet man eine sehr abwechslungsreiche Zusammenstellung über die Kunst und Kulturgeschichte des Landes. Ein weites Spektrum zeigt u.a. auch wertvolle alte Klöppelarbeiten, Trachten und Stoffe, die speziell als Vorhang für die Bettstatt gewebt wurden.
Das Ende unserer Reise war ein 5-tägiger Aufenthalt in Berlin. Mein Mann hatte hier geschäftlich zu tun und ich hatte genügend Zeit mich weiter mit meinem Hobby zu beschäftigen. Der samstägige Flohmarkt ist für mich natürlich ein Fixpunkt. Trotz extremen Temperaturen (39° im Schatten) war ich erfolgreich auf Beutezug.
Alte Bettwäsche, alte Pölster – einerseits in rosarot Tönen andrerseits in ausgefallenen violett Tönen – haben mich trotz der extremen Hitze im Beutefieber gehalten. Dann ergatterte ich auch noch 2 alte Molas um je 3,-, die vielleicht tolle Kissen oder Sesselpölster werden könnten.
Ein weiterer Fixpunkt war für mich der Besuch des Patchworkgeschäftes von Christiane Dabrovski – „PATCH-IT“. Mit Eingabe in Google „Patchwork Berlin“ hat mich ihr Geschäft sofort angezogen. 20 Minuten außerhalb des Zentrums von Berlin liegt ihr gemütliches Geschäft im Ortsteil von Spandau. Schon die Auslage deutet auf die Spezialisierung auf Taschen aller Art hin.
Sogar vor offiziellem Geschäftsbeginn und am 1. Tag nach ihrem Urlaub wurde ich sehr freundlich willkommen geheißen. Das Geschäft lädt zum Stöbern und Plaudern ein. Jede Menge Stoffe, ein Sitzplätzchen zur Erholung, eine Ecke mit Journalen und Büchern, jede Menge Borten, Knöpfe, Verschlüsse und Griffe für Taschen und Täschchen. Toll aufbereitete Anleitungen für Taschen und andere kleine Projekte runden das Angebot ab. Christiane Dabrovski hat als gelernte Bekleidungsschneiderin die Liebe zu Patchwork nach ein paar Jahren in einem nicht kreativen Beruf wieder gefunden. Sie sprüht wahrlich vor Kreativität und Enthusiasmus. Sie kann gar nicht anders als hier in ihrem Lädchen ihre Leidenschaft voll auszuleben.
Fast
jeden Tag gibt es die Möglichkeit einen Kurs zu besuchen – toll !
Um
10h ging`s los!
Susann
Fischer-Popiel, die Kursleiterin, war perfekt organisiert. Obwohl jeder der 8
Teilnehmer an einem anderen Projekt arbeiten wollte, war Christin nicht aus der
Ruhe zu bringen und half jedem, manchmal einfach auf Zuruf, weiter. Sie wusste
bei allen 8 Fragmenten immer den nächsten Schritt eines jeden auswendig.Faszinierend
– sie agierte wie ein Schachgroßweltmeister bei einer Simultanpartie mit 8
Teilnehmern.Jeder
bekam zu Beginn die Anleitung zu seinem Wunschprojekt.
Es
waren sogar für jeden Brötchen und Getränke in ihrem Picknickkorb vorbereitet,
so
konnten wir wirklich ohne Unterbrechung die vollen 6 Stunden durcharbeiten und
schnaken (ist hier der Ausdruck für plaudern).Mein
Ergebnis ist eine superschöne Handtasche
geworden. Ich habe das Modell „an einem Tag“ gewählt und kann nun
bestätigen, dass es wirklich in einem Tag zu schaffen ist (natürlich unter
Anleitung von Susann).Das
größte Kompliment bekam ich dann von meinem Mann:“ Die schaut ja gar nicht wie
selbstgemacht aus……“
Am
nächsten Tag ging`s dann wieder heimwärts.
Mit
vielen Eindrücken einer wunderschönen Reise, mit vielen Beutestücken fürs Nähen
und einer selbstgearbeiteten Handtasche und mit der Erkenntnis, dass Fäden
wirklich verbinden.
Wenn
ihr ein Foto doppelt anklickt à so könnt ihr dann alle
in Folge größer anschauen
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